Weight Gain Stories


Kapitel 3: Die Entdeckung der Bequemlichkeit

Eva hatte sich lange daran gewöhnt, jeden Abend frisch zu kochen. Es war eine Routine, die ihr nicht nur Kontrolle über ihre Ernährung gab, sondern ihr auch das Gefühl vermittelte, diszipliniert und organisiert zu sein. Doch in den letzten Wochen hatte sie immer häufiger Momente, in denen sie nach einem langen Arbeitstag einfach keine Lust mehr hatte, in der Küche zu stehen.

Es hatte mit kleinen Ausnahmen begonnen – einem Fertiggericht hier, einem belegten Brötchen dort. Doch als sie eines Abends erschöpft auf der Couch saß und ihr knurrender Magen sie daran erinnerte, dass sie noch nichts gekocht hatte, überkam sie ein Gedanke: Warum sich die Mühe machen, wenn es so viele Möglichkeiten gibt, sich Essen bequem nach Hause liefern zu lassen?

Der erste Klick – und eine neue Welt öffnet sich

Eva zögerte nur kurz, bevor sie eine Liefer-App auf ihrem Handy öffnete. Schon nach wenigen Minuten hatte sie eine Auswahl an Gerichten vor sich, die verführerischer kaum sein konnten. Sushi, Pizza, Pasta, Burger – alles mit nur wenigen Klicks verfügbar. Sie entschied sich für ein cremiges Nudelgericht mit extra Käse, dazu ein Dessert. „Ich habe es mir verdient“, dachte sie, während sie die Bestellung abschickte.

Als das Essen ankam, war es genauso köstlich, wie sie es sich vorgestellt hatte. Sie lehnte sich entspannt auf der Couch zurück, ließ sich die warmen, reichhaltigen Nudeln schmecken und fühlte, wie der Stress des Tages langsam von ihr abfiel. Kein Abwasch, keine Anstrengung – einfach nur genießen.

Die neue Routine

Was als gelegentliche Ausnahme begann, entwickelte sich schnell zu einer neuen Gewohnheit. Warum sich in die Küche stellen, wenn es so viel einfacher war, sich etwas liefern zu lassen? Der Komfort war zu verlockend, und die Auswahl an leckeren Speisen schien endlos.

Eva bemerkte zunächst nicht, wie sich ihre Essgewohnheiten veränderten. Sie bestellte nun öfter, und die Gerichte wurden immer reichhaltiger. Ein einfacher Salat reichte nicht mehr aus – warum nicht gleich die große Portion mit extra Soße? Und wenn sie schon bestellte, konnte sie sich doch gleich noch eine Nachspeise gönnen.

Ihr Geschmackssinn passte sich langsam an. Sie bemerkte, dass sie sich nach den herzhaften, intensiven Aromen sehnte, die sie mit selbstgekochten Mahlzeiten kaum erreichte. Die Kombination aus Bequemlichkeit und Genuss war unwiderstehlich.

Das Sättigungsgefühl verändert sich

Nach einigen Wochen stellte Eva fest, dass sie sich nach einer normalen Portion nicht mehr so satt fühlte wie früher. Ihr Magen hatte sich an größere Mengen gewöhnt, und es fiel ihr schwer, sich nach einem Essen wirklich zufrieden zu fühlen. Stattdessen griff sie häufiger zu Snacks, wenn sie auf der Couch saß – ein paar Chips hier, ein Stück Schokolade dort.

„Nur heute Abend“, sagte sie sich immer wieder. Doch die Abende wurden zur neuen Normalität. Das schlechte Gewissen, das sie anfangs noch verspürt hatte, verschwand langsam. Sie verdiente gutes Geld, sie arbeitete hart – warum sollte sie sich dann nicht das gönnen, was ihr Freude bereitete?

Der erste Hinweis

Eines Morgens, als sie sich für die Arbeit fertig machte, zog sie eine ihrer engeren Blusen an. Sie merkte, dass sie ungewohnt stramm über ihrem Bauch saß. Sie runzelte die Stirn, zog sie zurecht und dachte sich nicht viel dabei. Vielleicht war sie ein wenig aufgebläht?

Doch in den nächsten Tagen wiederholte sich das Gefühl. Ihre Lieblingshose fühlte sich plötzlich enger an, und sie bemerkte, dass sie sich nach den Mahlzeiten oft träge und schwerer fühlte als früher.

Eva stand vor dem Spiegel und betrachtete sich. War da wirklich ein Unterschied? Oder bildete sie sich das nur ein?

Sie zuckte mit den Schultern und drehte sich um. Wahrscheinlich lag es nur an den kalorienreichen Gerichten, die sie in letzter Zeit genossen hatte. Aber das war doch nichts Schlimmes – oder?

Mit einem letzten Blick auf ihr Handy öffnete sie erneut die Liefer-App. Heute war ein stressiger Tag gewesen. Sie würde sich wieder etwas Gutes tun.

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